Donnerstag, 21 September 2017
A+ R A-

Sonderschau

Freigegeben in Besucher

Die Mineraliensammlung Richard Baldauf


Mit den Worten „Das Größte, Schönste, Seltenste und Kostbarste“ charakterisierten Zeitgenossen die Einmaligkeit der von Richard Baldauf zwischen 1904 und 1930 zusammengetragenen mineralogischen Sammlung.
Richard Baldauf (1848-1931) war durch seine finanziellen Möglichkeiten als Unternehmer in der nordböhmischen Braunkohle in der Lage eine rund 10.000 Mineralstufen umfassende Sammlung aufzubauen, die sowohl die Systematik der damaligen Zeit widerspiegelt, aber auch große Schaustufen, einmalige Kristalle und geschliffene Edelsteine enthält. Ab 1916 machte er die Sammlung als Mineralogisches Privatmuseum in seiner Villa auf der Geinitzstraße in Dresden der Öffentlichkeit zugänglich.
Baldauf unternahm zwischen 1905 und 1926 zahlreiche Reisen zu Fundorten, Lagerstätten und mineralogischen Museen. Er unterhielt umfangreiche Kontakte mit Mineralogen, Geologen, Museumskuratoren sowie Mineralienhändlern seiner Zeit, dokumentiert durch eine Vielzahl von Briefen und Rechnungen. Er wirkte in seiner Heimat Sachsen als Mäzen geowissenschaftlicher Einrichtungen und erhielt für sein Schaffen zahlreiche Ehrungen.
Im Jahr 1940 wurde die gesamte Sammlung von Baldaufs Erben durch das Museum für Mineralogie und Geologie Dresden angekauft. Sie ist nicht nur ein zeitgenössisches Dokument des Mineraliensammelns vom Anfang des 20. Jahrhunderts, sondern heute einer der wertvollsten Bestände der Senckenberg Naturhistorischen Sammlungen Dresden.
Prof. Dr. Klaus Thalheim
Sektionsleiter Mineralogie
Senckenberg Naturhistorische Sammlungen Dresden
Museum für Mineralogie und Geologie

Gelesen 9808 mal
Mehr in dieser Kategorie: Kinderprogramm »

Finde uns auf Facebook

Kontaktieren Sie uns

Email:
Betreff:
Nachricht: